Dieser Blog wird durch das Deutsche Literaturarchiv Marbach archiviert.

Ins Leben eintauchen!

Tauchgang in den Tag

Augen auf,
tief Luft holen.
Abtauchen
in Apnoe
durch den Alltag
bis zum Abend,
ausser Atem,
ohne gelebt zu haben.

© christophe Bossu


Auftauchen

Am Abend
auftauchen
aus dem Alltag,
den Streß
aus den Kleidern schütteln.
Die unfreiwillige Hülle
und die Sorgen
abstreifen,
kopfüber
ins Leben springen.

© Annette Gonserowski

Ideen Wirrwarr

In der Stille der Nacht
quellen mir tausend Ideen
durch den Kopf empor.
Kaum festzuhalten,
die guten Gedankengefolge!
Blitzschnell wird diese Inspiration
vom der nächsten Vorstellung
weggetrieben.
Soviele Gedanke
lassen keinen Freiraum
für glückliche Träumen.
In der Stille der Nacht
lassen diese Einfälle
keinen Platz
für den erholsamen Schlaf.
Ich beobachte Dich,
Mein Glück,
Du liegst neben mir,
nichts ahnend,
ruhevoll.
Du bist meine Kraft.

© christophe bossu

Stiege

Die große Treppe hinauf,
Stufe für Stufe,
steigen wir
zum ersehnten Glück.
Wortlos,
gleiten wir zusammen
dem Glück entgegen.
Die majestätische Treppe
führt durch die kleine Tür
der Zweisamkeit,
des Verständnisses,
der Liebe.
Auf der großen Stiege,
mit Dir an meiner Seite,
treten wir durch die kleine Tür
auf dem Weg zu unserem Glück.


© christophe bossu

Café im Glück

Auf dem stillen Platz
sitzen wir im kleinen Café.
Nehmen uns die Zeit,
die Zeit zu genießen.
Nehmen uns die Zeit,
für einander da zu sein.
Im kleinen Café,
auf dem stillen Platz
traf ich das seltene Gefühl
des unbeschreiblichen Glücks.

© christophe bossu

Kleines Cafe

Nur einige Straßen entfernt,
fernab des Tumultes,
liegt diese Oase der Ruhe.
„Kleines Café“
steht programmatisch
über der Tür.
Wir sitzen gemütlich,
erzählen vertrauensvoll,
berichten von früheren Reisen,
tauschen uns aus,
Ideen sprudeln,
erfrischend wie das Wasser
aus dem Löwenmaul.
Das Glück fließt
aus den geheimnisvollen Passagen
und füllt den Platz
unter dem kalten Blick
des Franziskaners.
Im kleinen Café
wird Freundschaft
noch intensiver.

© christophe bossu

Wien


Die Reise über den Wolken:
eine Zeitreise.
Kaum angekommen,
versetzte mich
das rhythmische Klappern
der Hufeisen
auf den Kopfsteinpflastern
in alte Zeiten.
Im Fiaker sitzt der Komponist,
der Künstler oder der Haberer
auf dem Weg ins Café.
Schwerelos schwebt
die Krinoline einer feschen Dame
über den Platz.
Beeindruckt, genieße ich meine Mélange.
Ich bin in einer anderen Welt.

(c) christophe bossu

In der Gartenvilla...

Auf einmal ist der alltag
verschwunden.
Zusammen bereiten wir
unseren Abend vor.
Hand in Hand wird das Essen
zubereitet.
Gemeinsam genießen wir
Die Wärme der Villa.
Einig sind wir,
dass es uns jetzt gut geht.
Einstimmig loben wir
das vorzügliche Essen.
Miteinander teilen wir
die schönen Momente
einer Sommernacht-
vereint in der Gemütlichkeit
der Gartenvilla.
Untereinander werden
Ideen ausgetauscht.
Einstimmig das Wohlgefühl,
etwas Gutes für die Welt
machen zu wollen.

© christophe bossu

Mein Weg


ich habe den Ausgang
des Labyrinthes gesehen.
Ich habe ihn angeschaut,
so hell,
so beängstigend,
so grell,
so verlockend.
Ich habe diesen Ausgang
nicht genommen.
Ich befreie mich
von dem geistigen Labyrinth,
das andere zeichneten.
Seinen eigenen Weg finden,
sich nichts bieten lassen,
was Schmerz und Kummer bereitet,
eine Ausdrucksform finden,
die einem entfaltet.
Gutes und Gutmütiges Handeln
ohne böses Zurück.

Ich habe den Ausgang
des Labyrinthes gesehen,
hinter mir gelassen,
und meinen eigenen Weg gefunden.

(c) christophe bossu

Mein Konzert


Die Stille ist nur Illusion.

Das Wasser plätschert,
der Bachlauf rauscht,
die Fische schnappen laut nach Luft,
der Frosch kräschzt sich heiser,
die Amsel erzählt von ihrem Tag,
die Meise beschimpft lauthals ihren Nachwuchs,
die Krähe bedankt sich für das hingelegte Essen,
die Singvögel des Nachbarn konzertieren.

Ich bleibe in der vermeintlichen Stille sitzen,
freue mich über jeden Klang.
Schliesse die Augen
und höre noch mehr
aus der Natur.
Am Teich ist heute Konzert!


(c) christophe bossu
Ich schliesse meine Augen
und meine Gedanken
begleiten Dich.

Denke an Dich und
rieche plötzlich
das süßliche Parfüm
der Orangenblüten.

Denke an Dich und
sehe sofort das unendliche Rollen
des Meeres
auf den Kieselsteinen.

Denke an Dich und
höre Deine Worte,
die unter der Palme
zu Kunst werden.

Denke an Dich und
fühle die Wärme
der Sonne
auf meiner Haut.

Ich mache die Augen auf.
Bin zwar hier, aber
meine Gedanken
sind bei Dir.

(c) christophe bossu